Jahresabschlußübung der Feuerwehr Usingen

Kellerbrand geübt

Am vergangenen Samstag trafen sich die Einsatzkräfte zu ihrer Jahresabschlußübung. Um kurz vor drei ging es sodann mit dem Stichwort Kellerbrand in die Neutorstraße, wo dichter Rauch aus dem Keller eines Wohnhauses in den Hof und in den Treppenraum zog. Auf der Rückseite riefen Menschen um Hilfe, deren Fluchtweg durch den Rauch abgeschnitten war. Sofort wurde hier die Drehleiter zur Menschenrettung eingesetzt, während parallel ein Trupp unter Atemschutz das Treppenhaus nach oben kontrollierte und sich ein weiterer Trupp auf den Weg in den Keller machte. Die Besatzung des LF 16 kümmerte sich derweil um die Wasserversorgung und stellte einen Sicherheitstrupp. Als alle schon dachten, das die Übung gleich beendet sei, kam es noch zu einem fiktiven Atemschutznotfall. Nacht der Mayday-Meldung eines der Trupps ging der Sicherheitstrupp zur Rettung des eigenen Kameraden vor.

Dieses Prozedere muss und wird immer wieder bei solchen Übungen eingespielt, um im Ernstfall darauf vorbereitet zu sein. Damit die emotionale Herausforderung bei der Rettung einer eigenen Kameradin oder eines eigenen Kameraden gering gehalten wird, soll es in naher Zukunft ein Stadt- und Gemeindeübergreifendes System der gegenseitigen Bereitstellung von Sicherheitstrupps geben.

Ohne Mampf kein Kampf hieß es nach der Übung. Unser Förderverein spendierte frisch gebratenes Gyros. Nur das Zeitfenster, um das Gyros warm zu genießen war kurz geraten (siehe Einsatzberichte).

Mit dieser Übung geht eine Reihe von großen Übungen in diesem Jahr zu ende. Wir waren unter anderem Gast im ehemaligen Tengelmann-Gebäude, in der Gemeinschaftsunterkunft Hattsteiner Allee und bei der Firma Albilex. Nicht zu vergessen ist auch die unangekündigte Katastrophenschutzübung an der Taunusbahn. Die Wehrführung ist sich einig, dass 2017 bisher ein sehr erfolgreiches Jahr war und die Ausbildung der Einsatzkräfte nicht hätte besser sein können.