Eingeschlossen im Fahrstuhl – Feuerwehr hilft

Einsatzkräfte üben in den Räumen der Nassauischen Sparkasse

 

Konstantin Fink (vorne, v.r.) und Klemens Weil stellen den Feuerwehrleuten die Aufzugsanlage in der Naspa vor

Viele Menschen kennen die Situation: Man steigt im Kaufhaus in einen Fahrstuhl, die Türen schließen sich und mit einem leisen Surren setzt sich der Fahrkorb in Bewegung. Dann plötzlich ein Ruck – der Aufzug bleibt zwischen zwei Etagen stehen. Über den Notrufknopf nimmt man Kontakt mit der technischen Leitstelle auf, die unverzüglich Hilfe verspricht. Doch bis ein Techniker vor Ort ist, kann es dauern.

Gut, wenn dann die örtliche Feuerwehr mit der Aufzugsanlage vertraut ist und eine Befreiung der eingeschlossenen Personen vornehmen kann. Längst sind es nicht mehr ausschließlich Hochhäuser und öffentliche Gebäude, in denen man Aufzugsanlagen findet. Auch im ländlichen Raum werden Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit Fahrstühlen ausgestattet, damit behinderte oder ältere Menschen bequem in die oberen Etagen gelangen können. Auch die Usinger Feuerwehr muss sich mit der Rettung von Personen aus Aufzugsanlagen regelmäßig beschäftigen. In diesem Jahr wurden die Retter bereits zu mehreren Einsätzen gerufen, bei denen Anlagen ausgefallen und Personen eingeschlossen waren. Deshalb nutzten die Brandschützer nun die Einladung der Nassauischen Sparkasse, um in deren Filiale am Schlossplatz einen Ausbildungsunterricht mit Praxisteil zu diesem Thema zu absolvieren. Gerne hatten Filialleiter Klemens Weil und sein Mitarbeiter Konstantin Fink ihren Unterrichtsraum für den theoretischen Teil der Übung zur Verfügung gestellt. Löschmeister Markus Drexelius, der diese Ausbildungseinheit vorbereitet hatte, informierte sein Team über die unterschiedlichen Aufzugsarten, zeigte Sicherheitseinrichtungen auf und besprach das Vorgehen beim Retten von eingeschlossenen Personen.

Danach stellten die beiden Naspa-Mitarbeiter den Feuerwehrleuten den Maschinenraum der Aufzugsanlage vor und informierten über die Notfahreinrichtungen. Mit ihrem technischen Gerät konnten die Feuerwehrleute anschließend das Öffnen der Aufzugstüren im Notbetrieb üben. Abschließend warfen die 15 Feuerwehrleute noch einen Blick auf die Brandmeldezentrale des Gebäudes. Filialleiter Klemens Weil lobte das ehrenamtliche Engagement der Helfer. Sein Mitarbeiter Konstantin Fink unterstützt seit einigen Monaten die Usinger Feuerwehr als Einsatzkraft im Tagdienst. Es sei für ihn eine Selbstverständlichkeit, den Kollegen für Einsätze bei der Feuerwehr freizustellen. Schließlich könne jeder in eine Notlage geraten und sei dann froh, wenn schnell adäquate Hilfe vor Ort wäre, so Weil beim Nachgespräch zur Übung.

Der Filialleiter bot den Brandschützern an, mit Informationstafeln für ihre Arbeit im Schaltervorraum zu werben. Die Fläche in der Bankfiliale gäbe das her. Weil betonte, auch der Unterrichtsraum der Bank könne jederzeit bei Bedarf von der Feuerwehr genutzt werden. Sicher ein Angebot, auf das die Helfer unter Umständen zurückgreifen werden; soll doch der Sozialtrakt im Feuerwehrstützpunkt im kommenden Jahr energetisch saniert werden.