Stadtparlament stellt Weichen für die Zukunft der Feuerwehr

Entscheidung im Sinne und für die Sicherheit der Usinger Bevölkerung

In der vergangenen Stadtverordnetenversammlung am 25. September, bei der rund 70 Einsatzkräfte aus allen Usinger Stadtteilen teilnahmen, um das gute Miteinander mit der Verwaltung und der Politik zu demonstrieren, wurde die energetische Sanierung des Sozialtraktes der Feuerwehr Usingen und der neu erstellte Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr der Stadt Usingen beschlossen.

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan enthält alle Ist- Zustände von Personal über Gerät bis zum Zustand der einzelnen Gebäude und wichtige Kennzahlen, wie der Erreichungsgrad der gesetzlichen Hilfsfrist. Dem gegenüber werden die gesetzlichen und fachlichen Anforderungen gestellt, woraus sich die notwendige Entwicklung der Feuerwehr in den kommenden 10 Jahre ergibt. Mit dem gültigen Bedarfs- und Entwicklungsplan können jetzt Fördermittel des Landes für Fahrzeuge und Baumaßnahmen beantragt werden. Zudem herrscht für den städtischen Haushalt Planungssicherheit, was die großen Ausgaben der nächsten Jahre betrifft.

Energetische Gebäudesanierung

Mit ihrem Votum für die energetische Sanierung des Sozialtraktes bekennt sich die Stadt zu ihrer Feuerwehr am Standort Weilburger Straße, entscheidet sich aber zugleich gegen einen Neubau, der rund 10 Mio. Euro gekostet hätte. Im nächsten Schritt muss dich die Politik für eine der vier vorgelegten Bauvarianten entscheiden, die die anderen Gebäudeteile, wie Fahrzeughalle mit Lager und Atemschutzwerkstatt, Schlauchwäsche und KFZ-Werkstatt mit Waschhalle betreffen.

Für die Feuerwehr Usingen bedeutet dies zunächst einmal den Verzicht auf ein Solzialgebäude mit Lehrsaal, Büro, Umkleiden und Duschen für ein gutes Jahr. Auch der Maschinisten- und Atemschutzgeräteträgerlehrgang für Einsatzkräfte aus dem ganzen Hochtaunuskreis ist dadurch direkt betroffen und muss an anderen Stadtorten durchgeführt werden, bis Sanierung abgeschlossen ist.

Im Anschluss werden die Floriansjünger über ein modernes Gebäude mit nach Geschlechtern getrennten Umkleiden und Duschen, neuen sanitären Anlagen, eine neue Feuerwehreinsatzzentrale und neuen Räumlichkeiten für die Kinder- und Jugendfeuerwehr verfügen. Ein wichtiger Punkt zur Verbesserung der energetischen Bilanz ist auch die Hackschnitzelheizung, die mit Holz aus dem eigenen Wald befüllt werden wird.