Feuerwehr Usingen besucht Usinger Senioren Adresse

Am Mittwoch den 25. März 2010 stattete die Freiwillige Feuerwehr Usingen zusammen mit Stadtbrandinspektor Gerhard Bruder der neuen Usinger Senioren Adresse (USA) in der Bahnhofstraße einen Besuch ab, um sich mit den Örtlichkeiten und der neuen Brandmeldeanlage vertraut zu machen, um für den hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall gerüstet zu sein.

Der Leiter der Einrichtung Bernd Stinner empfing die 15 Feuerwehrmänner und -frauen und führte sie fachkundig durch das gesamte Gebäude.

"Wir haben während der aufwändigen Renovierungsarbeiten eine komplett neue, hochmoderne Brandmeldeanlage installieren lassen." so Stinner. Die Sicherheit der Bewohner liegt den Verantwortlichen sehr am Herzen, so wurden neben der neuen Brandmeldeanlage auch neue Fluchttreppenhäuser und Rauchabzugseinrichtungen eingebaut. Durch einen ausgefeilten Notfallplan weiss jeder Bedienstete im Alarmfall sofort, was er zu tun hat.

Feuerwehrmann Mike Schmidt war überrascht über die Weitläufigkeit der Seniorenresidenz: "Von außen wirkt das Gebäude eigentlich recht übersichtlich.". Doch  im Inneren zeigt sich erst die Komplexität: lange Gänge, verschiedene Ebenen und ein weitläufiger Kellerbereich erschweren eine Orientierung für die Feuerwehrleute unter Atemschutz und schlechten Sichtbedingungen bei einem Feuer.
Sollte die Brandmeldeanlage einen Feueralarm auslösen, wird sofort die Feuerwehr über die zentrale Rettungsleitstelle in Bad Homburg verständigt. Die Feuerwehr kann nach dem Eintreffen wie bei jeder Brandmeldeanlage an einem zentralen Bedienfeld sofort erkennen, welcher Feuermelder einen Brand gemeldet hat. Für jeden der Feuermelder gibt es einen kleinen Lageplan, eine sogenannte Feuerwehrlaufkarte, mit deren Hilfe der Feuerwehrtrupp auf schnellstem Wege zum Ort des Geschehens vorgehen kann, auch wenn er ortsunkundig ist.

"Solche Besichtigungen sind sehr wichtig, um im Fall der Fälle noch schneller und professionell zu helfen." so Michael Nake, einer der Gruppenführer der Feuerwehr, "So etwas müsste man viel öfter machen".

Leider ist die Arbeitsbelastung für die Freiwilligen Helfer enorm, so dass die Zeit für solche Begehungen begrenzt ist: Übungen, Einsätze, Weiterbildung und wachsende Bürokratie nehmen viel Raum ein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Feuerwehr unter Nachwuchsmangel leidet. So finden sich immer weniger Menschen, die sich bereiterklären, ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen. Männer und Frauen zwischen 17 und 60 Jahren sind jederzeit herzlich willkommen. Die Feuerwehrarbeit hat einiges zu bieten: Teamwork ist gefragt und ein vielfältiges Aufgabenspektrum machen die Arbeit sehr abwechslungsreich, so dass sich jeder mit seinen Interessen und Begabungen individuell einbringen kann.

"Das Gefühl, ein Menschenleben gerettet zu haben oder einfach nur in der Not zu helfen ist schon klasse" bringt es ein junger Feuerwehrmann auf den Punkt.
Die Besichtigung der Usinger Senioren Adresse endete mit einem kleinen Imbiss, den Stinner und sein Team eigens für die freiwilligen Helferinnen und Helfer vorbereitet hatten.