Petrus hatte dann doch noch ein Einsehen

Verregneter Start des 46. Feuerwehr-Flohmarktes/ Blasmusik unterhält die Gäste

Eine alte Tradition lebt wieder auf: Zum Frühschoppen beim Flohmarkt spielt die Blasmusik auf.

Nach den Regenschauern am Morgen kommt die Sonne heraus und die Trödelmeile füllt sich.

Echte Trödelfans halten durch: Matthias und Lisa aus Schwalbach sind auch für Regenwetter gerüstet.

Pünktlich zum Flohmarktbeginn öffnete Petrus gestern Morgen über der Buchfinkenstadt seine Schleusen und bescherte Besuchern und Veranstalter fast vier Stunden Dauerregen. Doch gegen zehn Uhr ließ sich dann doch die Sonne blicken und die Besucherströme auf der Trödelmeile nahmen deutlich zu.

Echte Trödelhändler hatten natürlich vorgesorgt und zum Abdecken ihrer Ware Planen oder kleine Sonnenschirme mitgebracht. Ihre Beharrlichkeit wurde belohnt. Denn bis zum Nachmittag wurde rund um den Alten Marktplatz eifrig gefeilscht und gehandelt.

Seit nunmehr 46 Jahren organisieren die Usinger Brandschützer alljährlich den großen Flohmarkt in der Innenstadt. Und immer wieder bemüht sich der Vorstand des Feuerwehr-Fördervereins, die Attraktivität des Marktes auf hohem Niveau zu halten. Schließlich will man sich von den gewerblich organsierten Märkten unterscheiden. In diesem Jahr ließ die Feuerwehr eine alte Tradition aufleben und bot zum Frühschoppen zünftige Blasmusik an. Aus dem Usinger Stadtteil Wernborn sorgte der Musikverein Wernborn/ Usinger Land für Unterhaltung der Gäste.

An den Verpflegungsständen kümmerten sich die rund 70 Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Feuerwehr um das leibliche Wohl der Trödelfans. 

Viel Mühe hatte sich der Vorstand des Fördervereins mit einem überarbeiteten Sicherheitskonzept gemacht. Außerdem wurden die Sanitäranlagen in diesem Jahr um eine behindertengerechte Toilette ergänzt. „Das sind alles Maßnahmen, für die wir Geld investieren müssen“, gibt Vereinschef Dirk Schimmelfennig zu bedenken. „Und wenn dann das Wetter nicht mitspielt, haben wir ein echtes Problem“, so Schimmelfennig weiter. Doch nach dem verwässerten Start am Morgen zeigte sich der Vereinsvorsitzende am Vormittag schon wieder optimistischer: „Natürlich werden wir in diesem Jahr finanzielle Einbußen haben. Ich rechne mit bis zu 50 Prozent weniger Standbetreiber. Aber am Konzept unseres Flohmarktes wollen wir nicht rütteln. Der ist und bleibt die wichtigste Einnahmequelle für den Förderverein. Und mit dem Risiko Wetter müssen wir leben.“ Ein dickes Lob spendiert Schimmelfennig seinem Helferteam und den treuen Kuchenspendern. Sie seien für den Flohmarkt die tragende Säule.

Aus den Einnahmen des Flohmarktes finanziert der Förderverein der Wehr viele Projekte für die Einsatzabteilung. Mal ist es technisches Gerät, und mal wird die Schutzausrüstung der Einsatzkräfte ergänzt. Außerdem bekommen die Nachwuchsgruppen der Jugend- und Minifeuerwehr regelmäßige Zuschüsse für ihre Arbeit.