Gute Aussichten für die Zukunft – Jahreshauptversammlung 2019

Am 6.3.2020 trafen sich die aktiven Feuerwehrleute, fördernden Vereinsmitglieder und Gäste zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung und des Fördervereins.

Die drei neuen Mitglieder der Einsatzabteilung: Christina Drexelius, Timo Hahn und Sergej Zuyev

Bürgermeister macht Hoffnung auf ein neues Gebäude bis 2024

Bürgermeister Steffen Wernard dankte den Feuerwehrleuten für die Bewältigung der unterschiedlichsten Einsätze im letzten Jahr. Er dankte der Jugend- und Minifeuerwehr und für die Vereinsarbeit, die sich bei den Festen und Veranstaltungen erfolgreich zeige. Wernard wies darauf hin, dass nach ursprünglicher Planung man heute bereits im neuen Sozialtrakt die Veranstaltung durchführen würde, mit den bis 2024 zur Verfügung stehenden Fördermitteln jedoch nun eine Planung des Gesamtobjektes im Gange sei. Er zeigte sich besorgt angesichts der zunehmenden Verrohung der Gesellschaft, die sich auch in zunehmender Aggressivität gegenüber Einsatzkräften zeige. Abschließend dankte Wernard dem Stadtbrandinspektor und seinem Stellvertreter für deren Engagement beim Zusammenwachsen der Stadtteilfeuerwehren.

 

Bericht des Wehrführers

Stefan Göttl ließ das vergangene Jahr Revue passieren: mit 125 Alarmierungen war 2019 ein eher ruhiges Jahr, auch wenn die vielfältigen Einsätze das Können aller Einsatzkräfte forderten. 21 Menschen konnten gerettet werden, glücklicherweise gab es keine Toten zu beklagen. Bei der Kerb wurde der Stützpunkt für mögliche Einsätze mit sechs Schichten besetzt; ein Realbrandcontainer ermöglichte Ende des Jahres den Einsatzkräften ein realitätsnahes Erleben eines Wohnungsbrandes. Göttl berichtete von den großen Einsätzen des Jahres wie der Brandbekämpfung beim Pferdegestüt in Dornholzhausen, den Flächenbränden, dem Gasleck in der Altstadt und den Bränden in Eschbach und Wernborn. Er dankte ausdrücklich der Firma Jarltech für ihr Engagement und blickte hoffnungsvoll auf das Jahr 2020: Neben den Planungen für den Feuerwehrstützpunkt und den Übertritten aus der Jugendfeuerwehr müsse weiter auch die Gewinnung von Quereinsteigern in den Feuerwehrdienst angegangen werden.

 

Erfolgreiche Arbeit der Jugend- und Minifeuerwehrwehr – Nachwuchs gesucht!

Die Miniwartin und der stellvertretende Jugendwart berichteten von ihrer erfolgreichen Arbeit des Vorjahres. Sieben Mitglieder der Minifeuerwehr konnten in die Jugendfeuerwehr überführt werden, bei der es damit keine Nachwuchsprobleme gibt. 

Bei der Minifeuerwehr sind damit jedoch neue Mitglieder gerne gesehen – wer zwischen 6 und 9 Jahren ist meldet sich gerne bei Martina Drexelius, minifeuerwehr(at)feuerwehr-usingen.de. Informationen zur Minifeuerwehr finden sich unter www.feuerwehr-usingen.de/kinder-jugend/minifeuerwehr

 

Vielfältige Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes

Für den Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus (KFV) besuchte erstmals Dr. Bastian Hirsch die Usinger Brandschützer. Er dankte für die Unterstützung der Kreisausbildung durch den Ausbildungsstandort Usingen, dessen Fortbestand Hirsch ausdrücklich zusagte, aber bei dem Kreisausbilder weiterhin gesucht werden. 
Der Abgesandte des KFV berichtete zu der durch den SARS-CoV-2-Virus ausgelösten COVID-19-Epidemie („Coronavirus“), bei der Grund zur Vorsicht, aber nicht zur Sorge bestehe. Ein Einsatzfall für die Feuerwehr sei die Epidemie nicht, in Einsätzen könne im Zweifel Kontakt mit dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes (OLRD) Rücksprache gehalten werden. Zu diesem Thema hatte Kreisbrandinspektor Carsten Lauer bereits in der Vorwoche eine umfangreiche Handlungsempfehlung abgegeben.

Auch über die weitere Arbeit des KFV informierte Hirsch die interessierten Zuhörer.

Hirsch wagte einen Ausblick auf das Jahr 2022 und die anstehenden 50jährigen Jubiläen der Kreis-Jugendfeuerwehr und des Kreisfeuerwehrverbandes.

 

Stadtbrandinspektor Michael Grau sieht Zukunft positiv

Der Stadtbrandinspektor sprach die zentrale Rolle der Feuerwehr Usingen Mitte und die gute Zusammenarbeit der Stadtteile an. Auch die interkommunale Zusammenarbeit müsse gestärkt werden.
Grau bemängelte die lange Wartezeit bei neuen Fahrzeugbeschaffungen, die mittlerweile bei 2 ½ bis 3 Jahren liege. Dadurch seien einige Fahrzeuge im Fuhrpark mittlerweile veraltet. Bald werde es jedoch hier Neuanschaffungen (HLF10, TSF-W) geben.
Die immer vielfältigeren Einsätze führten zu immer höheren Ansprüchen an die Arbeit der Feuerwehrleute. Dem daraus resultierenden Ausbildungsbedarf werde mit der Anerkennungsprämie begegnet. Auch die Motivation der neuen Mitglieder der Einsatzabteilung solle durch genügende Ausbildungsmöglichkeiten unterstützt werden.
Grau wies darauf hin, dass bei der anstehenden Baumaßnahme in Usingen auch der Ausbildungsstandort zu berücksichtigen sei. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Stark verfüge über langjährige Erfahrung und sei ein professioneller Partner, der auch für die nächsten 20 bis 30 Jahre plane. 

Der Stadtbrandinspektor dankte allen Unterstützern der Feuerwehr und auch er gab einen Ausblick auf die Zukunft: Durch den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit stehe eine Kooperation der Gerätewarte von Neu-Anspach und Usingen an, die die bewährte Kooperation der beiden Hochtaunus-Städte fortsetze. 

 

Beförderungen und Ehrungen

Eine besondere Freude war es für die Feuerwehr Usingen, gleich drei neue Mitglieder in die Einsatzabteilung übernehmen zu können, darunter ein Quereinsteiger.

Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen gaben Anlass zur Freude der Anwesenden. Über ein ganz besonderes Jubiläum wird gesondert berichtet.

Details siehe gesonderter Bericht

 

Bericht des Vereinsvorsitzenden 

Vereinsvorsitzender Dirk Schimmelfennig berichtete über die unzähligen Vereinsaktivitäten im Jahr 2019. Hervorzuheben war auch im vergangenen Jahr der Flohmarkt, der wieder komplett in Eigenleistung gestemmt werden konnte. 
Auch bei der Kerb war die Feuerwehr stark vertreten und leistete mit 32 Helfern Dienst von 19.00 bis 02.00 Uhr im gut gefüllten Kerbezelt. Bei drei weiteren Wirtschaftsdiensten unterstützten Helfer der Feuerwehr die anderen städtischen Vereine. 
Zum Ende des Jahres zählte der Verein 514 Mitglieder. Schimmelfennig dankte ausdrücklich den Vorstandsmitgliedern, allen Unterstützern des Fördervereins und den Partnerinnen, ohne die die Arbeit im Verein in der Form nicht möglich wäre.
Eine ausbaufähige Unterstützung des Fördervereins mahnte Schimmelfennig mit Blick auf die Zukunft an. Angesichts des anstehenden Generationswechsels bei den Helfern sei es wichtig, dass auch junge Helfer sich verstärkt für den Förderverein stark machten. 

 

Bundestagsabgeordneter Markus Koob erinnert an die Tätigkeit des KIT-Teams

Ein Anliegen des Bundestagsabgeordneten Markus Koob, CDU, der die Versammlung in seinem Wahlkreis besuchte, war die Tätigkeit des sog. Kriseninterventionsteams (KIT) Oberursel, das letztes Jahr mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet wurde. Das KIT betreut Menschen unmittelbar nach seelisch stark belastenden Erlebnissen, beispielsweise Angehörige nach einem plötzlichen Todesfall, Opfer einer Gewalttat oder Augenzeugen eines schockierenden Ereignisses. Kurz nach der Ehrung sei der Einsatz des KIT-Teams Limburg-Weilburg angesichts des Todes zweier Kinder notwendig geworden, was die Wichtigkeit einer solchen Einrichtung aufzeige. 

 

Spende von 1.000 EUR übergeben

Zu guter Letzt übergab 2. Schriftführer Thomas Pfahl der Jugend- und Minifeuerwehr eine Spende von jeweils 500 EUR. Dank eines Bewerbungsschreibens des Vorstandsmitglieds hatte die Stiftung Volksbank Usinger Land der Feuerwehr Usingen aus dem Stiftungskapital 1.000 EUR zukommen lassen, die nun für die Kinder- und Jugendarbeit im Sinne der Stiftung verwendet werden können.

Hierfür möchten wir der Stiftung noch einmal ein herzliches Dankeschön sagen.

 

So endete der Abend mit einem sich durch die gesamte Veranstaltung ziehenden positiven Blick in die Zukunft der Feuerwehr Usingen.