Herzlich willkommen...

...auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Usingen Mitte.

Sie finden hier zahlreiche Information über unsere Stadtteil-Feuerwehr, die vielfältigen Aufgaben und unsere Arbeit, Fahrzeuge, Ausrüstung und Ansprechpartner.

Die Feuerwehr Usingen ist eine freiwillige Feuerwehr: Usinger Bürgerinnen und Bürger engagieren sich hier ehrenamtlich für die Sicherheit in Usingen.

Das Tätigkeitsfeld einer modernen Feuerwehr ist weitreichend: von der klassischen Brandbekämpfung über Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen und sonstigen Notlagen bis hin zu Umwelt- und Gefahrguteinsätzen.

Die Feuerwehr Usingen braucht Verstärkung. Wenn Sie in Usingen wohnen, dann haben Sie die Möglichkeit uns aktiv zu unterstützen. Die Feuerwehr hat Einiges zu bieten: moderne Ausrüstung, solide Ausbildung und eine gute Kameradschaft bilden die Grundpfeiler unserer Arbeit. Wir sind ein gutes Team und freuen uns über Verstärkung. Interesse? E-Mail: mitmachen(at)feuerwehr-usingen.de

Neuigkeiten:

Jahreshauptversammlung 2019

Etwas ins Schwitzen kamen dieses Jahr erneut die Usinger Brandschützer, konnten jedoch fast pünktlich mit der diesjährigen Jahreshauptversammlung starten: Kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung war es auch dieses Jahr zu einem Einsatz gekommen, diesmal zur Auslösung einer Brandmeldeanlage.

Stadtbrandinspektor Michael Grau

Kritische Worte des Stadtbrandinspektors

Stadtbrandinspektor Michael Grau richtete die ersten Grußworte an die versammelten Brandschützer. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen ehrenamtlich Tätigen. Usingen sei das Zentrum der Werkstätten für Atemschutz und die Schlauchpflege sowie der Kleiderkammer und den dort Tätigen sei für ihre Arbeit für die Gesamtstadt besonders zu danken. Auch dem Förderverein sei ein ausdrückliches Dankeschön auszusprechen, da er eine wichtige Funktion erfülle. Allerdings sei es schade, dass so wenige fördernde Mitglieder anwesend seien.

Irritiert zeigte sich Grau angesichts zunehmender Beschwerden aus der Bevölkerung über Straßendurchfahrten mit Feuerwehrfahrzeugen. Schließlich sei es der Feuerwehr nicht möglich, die Strecken bei Einsätzen auch noch danach auszuwählen, ob sich jemand gestört fühle oder nicht. Der Großteil der Bevölkerung stehe jedoch zur Feuerwehr und erkenne ihre Arbeit an.

Ein großes Problem seien die Prüfvorschriften und der zunehmende Verwaltungsaufwand. Es gebe zwar ein grundsätzliches Verständnis, dass Prüfpflichten zu erfüllen seien, aber es sei in Zukunft angesichts einer absehbaren Überforderung der ehrenamtlich Tätigen unabdingbar, eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit anzustreben.

Erfreut zeigte sich Grau darüber, dass junge Feuerwehrleute nach wie vor den Weg in die Einsatzabteilung fänden. Der Weg dorthin sei allerdings steinig: Auch für diejenigen, die bereits jahrelang Mini- und Jugendfeuerwehr durchlaufen haben, ist es weiterhin Pflicht, einen der begehrten Grundlehrgangsplätze zu ergattern, da nur nach dessen erfolgreichem Abschluss eine Teilnahme an den Einsätzen der Einsatzabteilung möglich sei. Bei der Hessischen Landesfeuerwehrschule sei ein Termin angesetzt, um hier eine Änderung der Vorgaben anzustreben.

Angespannt sei die Situation nach wie vor bei den Tageseinsatzkräften. Die derzeit elf externen Einsatzkräfte von usinger Firmen und der Stadt selbst seien unerlässlich für die Sicherstellung der Gefahrenabwehr. Auch jetzt seien tagsüber schon mehrere Stadtteile zu alarmieren, in Zukunft ggf. auch Nachbarkommunen. Hier müsse man sich Gedanken über die Zukunft machen; den von der Feuerwehr Kelkheim eingeschlagenen Weg mit einer hauptamtlichen Besetzung in Zugstärke halte er jedoch für übertrieben.

Der Tod des mit der Planung der Sanierung des Stützpunktes betrauten Architekten habe ihn persönlich sehr getroffen. Die Zusammenarbeit sei sehr konstruktiv gewesen.

Am Weltfrauentag sei es auch wichtig, an die bei der Feuerwehr unterrepräsentierten weiblichen Einsatzkräfte zu denken. Von 204 Einsatzkräften der Gesamtstadt gebe es derzeit nur 34 Frauen. Bei den Jugendfeuerwehren seien es 18 von 64, bei der Minifeuerwehr immerhin 27 Mädchen und 36 Jungen. Man müsse sich angesichts des großen Potenzials und der gleichen Eignung wie Männer fragen, wie weibliche Einsatzkräfte für die Feuerwehren gewonnen und dort gehalten werden könnten. Eine Formel fehle jedoch leider bisher.

Es folgten die Berichte der Wehrführung, der Jugend- und Miniwarte.

Wehrführung

Wehrführer Stefan Göttl berichtete über das einsatzreichste Jahr seit 2003: 160 Einsätze seien im Jahr 2018 zu bewältigen gewesen.

Für Übungen konnten mehrfach die leerstehenden Gebäude der Konrad-Lorenz-Schule genutzt werden, insbesondere für Übungen der Atemschutzgeräteträger. Neben der Brandbekämpfung gebe es jedoch ein breites Aufgabenspektrum, für das es wünschenswert wäre, auf mehr Einsatzkräfte zugreifen zu können.

Der Verwaltungsaufwand habe sich weiter negativ entwickelt. Ein Beispiel sei die neue UVV Feuerwehren (DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“), die viele vereinzelte Kontrollen und Unterweisungen erfordere. Stefan Göttl sprach aus, seine Interessen bei der Erstellung dieser Unfallverhütungsvorschrift nicht vertreten gesehen zu haben. Zwar werde die Stadt mehr in die Verantwortung genommen als bisher, jedoch sei zu erwarten, dass auch weiterhin ein Großteil der Aufgaben auf den Schultern der Ehrenamtlichen laste. Eine Hoffnung liege auf der neuen städtischen Verwaltungsstelle Bauhof/Feuerwehr. Die Anschaffung der neuen Helme und die Einführung der digitalen Alarmierung seien als wichtige Meilensteine 2018 zu nennen.  Im August wurde der Fördermittelbescheid für das Hilfeleistungslöschfahrzeug und das Tragkraftspritzenfahrzeug (Wasser) – HLF 10 und TSF-W – durch Staatsekretär Koch übergeben.
Während der Kerb wurde die Wache mit fünf Schichten besetzt, es kam zu drei Einsätzen, die Dank der vorausschauenden Wachbesetzung ohne Verzögerungen abgearbeitet werden konnten.

Für die 160 Einsätze (+5%, +8 zum Vorjahr) sind 1.723 Personalstunden zusammengekommen. Davon entfielen 63 auf Technische Hilfeleistungen, 30 auf Brandeinsätze, 63 auf Fehlalarme, vier Brandsicherheitsdienste sowie Brandschutzerziehungen bzw. -aufklärungen. 43% der Einsätze fanden werktags zwischen 06.00 Uhr und 18.00 Uhr statt. Die Tageseinsatzstärke an Werktagen lag im Durchschnitt bei 10 mit positivem Trend. Hauptverantwortlich für die gestiegene Einsatzzahl war das Wetter: Sturm im Januar, Starkregen im Juni, Trockenheit im Juli und August. Es gab 12 Waldbränden, zwei davon eingestuft als Großbrände. Zehn Menschen wurden gerettet, vier Menschen konnten leider nicht gerettet werden. 41 verletzte oder erkrankte Menschen wurden registriert. Stefan Göttl stellte im Folgenden einige besondere Einsätze des Jahres dar.


An Übungsstunden wurden 2018 mit 1.610 Personenstunden 4,7% mehr Übungsstunden als noch 2017 geleistet.
Neben dem normalen Übungsdienst wurde in Kooperation mit der DLRG von vier Kameraden das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze abgelegt.

118 Personen bildeten zum 31.12.2018 die Einsatzabteilung: 20 Feuerteufel (Kindegruppe), 13 Jugendfeuerwehrmitglieder, 14 Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung sowie 71 Aktive, 11 davon Tageseinsatzkräfte.

Stefan Göttl bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung bei den Führungskräften und Verantwortlichen.

Auch der Wehrführer erinnerte an den Tod des Architekten und die damit entstandene unklare Lage bezüglich der Sanierung des Stützpunktes und erhoffte sich Aufklärung durch die folgenden Grußworte der Anwesenden.
Weiterhin gelte es, sich Gedanken und Aktive zu machen, seien es Quereinsteiger oder Jugendfeuerwehrangehörige, die in die Einsatzabteilung übernommen würden.

Auch während der Kerb 2019 werde es wieder eine Wachbesetzung geben.

Ausdrücklich bedankte sich Stefan Göttl schließlich bei seiner und der Partnerin des stellvertretenden Wehrführers Sven Blecher für das Verständnis für ihre zeitintensive Tätigkeit.

Jugendfeuerwehr

Jugendwart Maximilian Böttrich stellte die Arbeit der Jugendfeuerwehr dar. 493 Übungsstunden wurden erbracht, vier weibliche und 21 männliche Mitglieder zählte die Jugendfeuerwehr zu Beginn 2018.

Im Jahresverlauf schieden sieben Mitglieder aus persönlichen Gründen aus, zwei Mitglieder wurden in die Einsatzabteilung übernommen. Ein Neuzugang und fünf Übertritte aus der Minifeuerwehr waren zu verzeichnen.
Auch 2018 gab es wieder eine gemeinsame Jugendfreizeit mit der Jugendfeuerwehr Sontra.
Beim Flohmarkt unterstützte die Jugendfeuerwehr auch in diesem Jahr wieder nach Kräften.
Ebenfalls mit der Jugendfeuerwehr Sontra zusammen fand auch 2018 wieder ein Berufsfeuerwehrtag statt.
Die Nistkastenkolonie am Hattsteinweiher wurde auch in 2018 weiterhin sogfältig gepflegt.
Der scheidende Jugendwart und sein Stellvertreter bedankten sich abschließend ausdrücklich für die Unterstützung durch die vielen Helfer in den letzten Jahren.

Zu neuen Jugendwarten ernannte Wehrführer Stefan Göttl Timo Tisowsky sowie Paul Muth als Stellvertreter.

Minifeuerwehr

Jugendwartin Martina Drexelius berichtete aus dem Jahr 2018 von 27 Kindern, die zum Jahresbeginn bei den „Minis“ aktiv waren. Fünf Kinder konnten an die Jugendfeuerwehr übergeben werden.
Highlights 2018 waren der Besuch der Polizeistation Usingen, die Miniolympiade, der Ausflug ins Maislabyrinth und die Lesenacht.
Ende 2018 bestand die Minifeuerwehr aus 20 Kindern, acht Mädchen und 12 Jungen.

 

Bürgermeister Wernard stellt Sanierung des gesamten Stützpunkts bis Ende 2024 in Aussicht

Bürgermeister Steffen Wernard sprach Begrüßungs- und Dankesworte an die Adresse der Feuerwehr aus. Die Beschlüsse der städtischen Gremien in den letzten Jahren ließen erkennen, dass die Politik auf Seiten der Feuerwehr stehe. Dem Ehrenamt gebühre ein großes Dankeschön, denn es sei keine Selbstverständlichkeit, seine Zeit und auch Gesundheit der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Ein Dank gelte auch der Kinder- und Jugendarbeit, die den Grundstock für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung darstelle. Auch gelte es, die Vereinsarbeit zu würdigen, die viele Veranstaltungen in Usingen erst ermögliche wie besispielsweise den Flohmarkt. Aber auch bei der Kerb und zuletzt dem Buchfinkenzug sei Verlass auf die Unterstützung durch die Feuerwehr.

Ein einschneidendes Erlebnis für den Bürgermeister waren überraschende Krankheit und Tod des Generalplaners zur Sanierung des Sozialtraktes im Stützpunkt der Feuerwehr. Von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen habe man nun die Antwort erhalten, dass eine weitere Verlängerung des Förderprogramms für die Feuerwehr nicht möglich sei. Die für die Sanierung des Feuerwehrstützpunkts reservierten Gelder würden nun für die Sanierung von Kindertagesstätten in der Stadt sinnvoll eingesetzt.

Auf die von Wehrführer Göttl gestellte Frage zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung des Stützpunktes ging der Bürgermeister ein: Sein Ziel sei es, einen Plan zur Sanierung des gesamten Stützpunktes zu erarbeiten mit der Zielsetzung, dass diese Arbeiten am 31.12.2024 abgeschlossen seien.

Aktuell sei das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 im Haushalt eingestellt, dessen Ausschreibung jedoch nur ein unbefriedigendes Ergebnis erbracht habe.

 

Markus Koob (MdB) dankt den Einsatzkräften

Der Bundestagsabgeordnete für den Hochtaunuskreis, Markus Koob, begrüßte als Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Feuerwehrwesens im Hochtaunuskreis die Anwesenden und dankte für die Arbeit der Einsatzabteilung der Feuerwehr, die trotz Krankheitswelle und Wetterkapriolen bereitstehe. Er erwähnte die durch den Bundestag Ende 2018 beschlossenen 100 Mio. Euro, die zusätzlich in den Katastrophenschutz investiert würden und dann hoffentlich auch nach Hessen und schließlich in den Hochtaunuskreis fließen könnten. Abschließend wünschte er alles Gute für die kommenden Einsätze.

 

Vereinsvorsitzender Dirk Schimmelfennig im Amt bestätigt

Vereinsvorsitzender Schimmelfennig ließ das Jahr 2018 Revue passieren: Im Januar wurde bei der Kölschen Nacht der UNZ Wirtschaftsdienst geleistet und die alljährliche Winterwanderung mit 64 Personen durchgeführt.
Am 16. und 17. März wurde mit Edeka Reckelkamm das erste Jubiläum des Einzelhändlers gefeiert. Ein Löschfahrzeug und die Feuer-Übungsanlage wurden an beiden Tagen vorgestellt und Würstchen verkauft.
Am 17. Juni 2018 fand der alljährliche beliebte Flohmarkt statt. Das gute Wetter sorgte für reges Besucherinteresse. Ein besonderer Dank sei den vielen Helfern und für die zahlreichen Kuchenspenden auszusprechen.
Am 25. August fand ein Ausflug zur Wache 1 der Feuerwehr Frankfurt statt. Nach der Besichtigung der Wache und des „Feuerwehr- und Rettungs-Trainings-Centers“ gab es einen Abschluss in Sachsenhausen.
Am 1. September wurde der neue Kerbebaum auf dem Neuen Marktplatz aufgestellt, der zuvor von der Gruppe 5 der Feuerwehr montiert worden war. Mit Abordnungen anderer Vereine wurde der Zug des Kerbebaums von der Feuerwehr zum Marktplatz begleitet.
Am 9. September halfen 32 Helfer der Feuerwehr beim Thekendienst bei der Kerb.

Mehrere Anschaffungen gab es 2018: Neben den Pullovern wurden Helmbeleuchtungen für die Einsatzabteilung aus der Vereinskasse finanziert und dem Kerbebaum ein Spendenzuschuss gewährt.
Die Mitgliederzahlen stiegen von 504 zu Beginn des Jahres auf 518 Ende 2018.
Schimmelfennig sprach einen Dank an alle Helfer aus und auch an die Frauen und Familien, ohne deren Unterstützung die Vereinsarbeit nicht möglich wäre.

Anschließend wurde Dirk Schimmelfennig bei einer Enthaltung im Amt bestätigt.

Schließlich ergriff noch der Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach das Wort.

Ehrenstadtbrandinspektor mahnt Abbau der Bürokratie an

Heinz Dienstbach bedankte sich für die Einladung zur Jahreshauptversammlung. Er zeigte sich beeindruckt von den vielfachen Ehrungen und der vielfältigen Unterstützung der Feuerwehr durch ihre Mitglieder.

Wichtig seien für ihn Freude und Wohlbefinden bei der Arbeit in der Einsatzabteilung sowie im Verein. Diese dürfe angesichts der zunehmenden Bürokratie nicht zu kurz kommen. Er mahnte an die Adresse der anwesenden Politiker an, überzogene Bürokratieanforderungen bei den Feuerwehren abzubauen.

Abschließend wünschte er der Feuerwehr für ihre vielfältige Arbeit auch weiterhin alles Gute.

 

Termine

...der nächsten Tage:

Einsätze

Datum: 17.07.2019 Uhrzeit: 23:18 Uhr Alarmiert: Mannschaft klein Einsatzort: Usingen, Altkönigstraße Einsatzart: Hilfeleistung - H 1 Y Fahrzeuge:… Weiterlesen
Datum: 11.07.2019 Uhrzeit: 19:25 Uhr Alarmiert: Mannschaft klein Einsatzort: Usingen, Altkönigstraße Einsatzart: Hilfeleistung - H 1 Fahrzeuge:… Weiterlesen
Datum: 07.07.2019 Uhrzeit: 17:10 Uhr Alarmiert: Mannschaft gesamt Einsatzort: Usingen, B275 Einsatzart: Hilfeleistung - H 1 Fahrzeuge: HLF… Weiterlesen
Datum: 06.07.2019 Uhrzeit: 18:12 Uhr Alarmiert: Mannschaft gesamt Einsatzort: Usingen, Rathaus Einsatzart: Brand - F BMA Fahrzeuge: KdoW, HLF… Weiterlesen
Datum: 05.07.2019 Uhrzeit: 17:32 Uhr Alarmiert: Mannschaft gesamt, Tageseinsatzkräfte Einsatzort: Grävenwiesbach - Laubach Einsatzart: Brand - F… Weiterlesen

Im Blickpunkt

Jahreshauptversammlung 2019

Etwas ins Schwitzen kamen dieses Jahr erneut die Usinger Brandschützer, konnten jedoch fast pünktlich mit der diesjährigen Jahreshauptversammlung starten: Kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung war es auch dieses Jahr zu einem Einsatz gekommen, diesmal zur Auslösung einer Brandmeldeanlage.

Stadtbrandinspektor Michael Grau

Kritische Worte des Stadtbrandinspektors

Stadtbrandinspektor Michael Grau richtete die ersten Grußworte an die versammelten Brandschützer. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen ehrenamtlich Tätigen. Usingen sei das Zentrum der Werkstätten für Atemschutz und die Schlauchpflege sowie der Kleiderkammer und den dort Tätigen sei für ihre Arbeit für die Gesamtstadt besonders zu danken. Auch dem Förderverein sei ein ausdrückliches Dankeschön auszusprechen, da er eine wichtige Funktion erfülle. Allerdings sei es schade, dass so wenige fördernde Mitglieder anwesend seien.

Irritiert zeigte sich Grau angesichts zunehmender Beschwerden aus der Bevölkerung über Straßendurchfahrten mit Feuerwehrfahrzeugen. Schließlich sei es der Feuerwehr nicht möglich, die Strecken bei Einsätzen auch noch danach auszuwählen, ob sich jemand gestört fühle oder nicht. Der Großteil der Bevölkerung stehe jedoch zur Feuerwehr und erkenne ihre Arbeit an.

Ein großes Problem seien die Prüfvorschriften und der zunehmende Verwaltungsaufwand. Es gebe zwar ein grundsätzliches Verständnis, dass Prüfpflichten zu erfüllen seien, aber es sei in Zukunft angesichts einer absehbaren Überforderung der ehrenamtlich Tätigen unabdingbar, eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit anzustreben.

Erfreut zeigte sich Grau darüber, dass junge Feuerwehrleute nach wie vor den Weg in die Einsatzabteilung fänden. Der Weg dorthin sei allerdings steinig: Auch für diejenigen, die bereits jahrelang Mini- und Jugendfeuerwehr durchlaufen haben, ist es weiterhin Pflicht, einen der begehrten Grundlehrgangsplätze zu ergattern, da nur nach dessen erfolgreichem Abschluss eine Teilnahme an den Einsätzen der Einsatzabteilung möglich sei. Bei der Hessischen Landesfeuerwehrschule sei ein Termin angesetzt, um hier eine Änderung der Vorgaben anzustreben.

Angespannt sei die Situation nach wie vor bei den Tageseinsatzkräften. Die derzeit elf externen Einsatzkräfte von usinger Firmen und der Stadt selbst seien unerlässlich für die Sicherstellung der Gefahrenabwehr. Auch jetzt seien tagsüber schon mehrere Stadtteile zu alarmieren, in Zukunft ggf. auch Nachbarkommunen. Hier müsse man sich Gedanken über die Zukunft machen; den von der Feuerwehr Kelkheim eingeschlagenen Weg mit einer hauptamtlichen Besetzung in Zugstärke halte er jedoch für übertrieben.

Der Tod des mit der Planung der Sanierung des Stützpunktes betrauten Architekten habe ihn persönlich sehr getroffen. Die Zusammenarbeit sei sehr konstruktiv gewesen.

Am Weltfrauentag sei es auch wichtig, an die bei der Feuerwehr unterrepräsentierten weiblichen Einsatzkräfte zu denken. Von 204 Einsatzkräften der Gesamtstadt gebe es derzeit nur 34 Frauen. Bei den Jugendfeuerwehren seien es 18 von 64, bei der Minifeuerwehr immerhin 27 Mädchen und 36 Jungen. Man müsse sich angesichts des großen Potenzials und der gleichen Eignung wie Männer fragen, wie weibliche Einsatzkräfte für die Feuerwehren gewonnen und dort gehalten werden könnten. Eine Formel fehle jedoch leider bisher.

Es folgten die Berichte der Wehrführung, der Jugend- und Miniwarte.

Wehrführung

Wehrführer Stefan Göttl berichtete über das einsatzreichste Jahr seit 2003: 160 Einsätze seien im Jahr 2018 zu bewältigen gewesen.

Für Übungen konnten mehrfach die leerstehenden Gebäude der Konrad-Lorenz-Schule genutzt werden, insbesondere für Übungen der Atemschutzgeräteträger. Neben der Brandbekämpfung gebe es jedoch ein breites Aufgabenspektrum, für das es wünschenswert wäre, auf mehr Einsatzkräfte zugreifen zu können.

Der Verwaltungsaufwand habe sich weiter negativ entwickelt. Ein Beispiel sei die neue UVV Feuerwehren (DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“), die viele vereinzelte Kontrollen und Unterweisungen erfordere. Stefan Göttl sprach aus, seine Interessen bei der Erstellung dieser Unfallverhütungsvorschrift nicht vertreten gesehen zu haben. Zwar werde die Stadt mehr in die Verantwortung genommen als bisher, jedoch sei zu erwarten, dass auch weiterhin ein Großteil der Aufgaben auf den Schultern der Ehrenamtlichen laste. Eine Hoffnung liege auf der neuen städtischen Verwaltungsstelle Bauhof/Feuerwehr. Die Anschaffung der neuen Helme und die Einführung der digitalen Alarmierung seien als wichtige Meilensteine 2018 zu nennen.  Im August wurde der Fördermittelbescheid für das Hilfeleistungslöschfahrzeug und das Tragkraftspritzenfahrzeug (Wasser) – HLF 10 und TSF-W – durch Staatsekretär Koch übergeben.
Während der Kerb wurde die Wache mit fünf Schichten besetzt, es kam zu drei Einsätzen, die Dank der vorausschauenden Wachbesetzung ohne Verzögerungen abgearbeitet werden konnten.

Für die 160 Einsätze (+5%, +8 zum Vorjahr) sind 1.723 Personalstunden zusammengekommen. Davon entfielen 63 auf Technische Hilfeleistungen, 30 auf Brandeinsätze, 63 auf Fehlalarme, vier Brandsicherheitsdienste sowie Brandschutzerziehungen bzw. -aufklärungen. 43% der Einsätze fanden werktags zwischen 06.00 Uhr und 18.00 Uhr statt. Die Tageseinsatzstärke an Werktagen lag im Durchschnitt bei 10 mit positivem Trend. Hauptverantwortlich für die gestiegene Einsatzzahl war das Wetter: Sturm im Januar, Starkregen im Juni, Trockenheit im Juli und August. Es gab 12 Waldbränden, zwei davon eingestuft als Großbrände. Zehn Menschen wurden gerettet, vier Menschen konnten leider nicht gerettet werden. 41 verletzte oder erkrankte Menschen wurden registriert. Stefan Göttl stellte im Folgenden einige besondere Einsätze des Jahres dar.


An Übungsstunden wurden 2018 mit 1.610 Personenstunden 4,7% mehr Übungsstunden als noch 2017 geleistet.
Neben dem normalen Übungsdienst wurde in Kooperation mit der DLRG von vier Kameraden das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze abgelegt.

118 Personen bildeten zum 31.12.2018 die Einsatzabteilung: 20 Feuerteufel (Kindegruppe), 13 Jugendfeuerwehrmitglieder, 14 Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung sowie 71 Aktive, 11 davon Tageseinsatzkräfte.

Stefan Göttl bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung bei den Führungskräften und Verantwortlichen.

Auch der Wehrführer erinnerte an den Tod des Architekten und die damit entstandene unklare Lage bezüglich der Sanierung des Stützpunktes und erhoffte sich Aufklärung durch die folgenden Grußworte der Anwesenden.
Weiterhin gelte es, sich Gedanken und Aktive zu machen, seien es Quereinsteiger oder Jugendfeuerwehrangehörige, die in die Einsatzabteilung übernommen würden.

Auch während der Kerb 2019 werde es wieder eine Wachbesetzung geben.

Ausdrücklich bedankte sich Stefan Göttl schließlich bei seiner und der Partnerin des stellvertretenden Wehrführers Sven Blecher für das Verständnis für ihre zeitintensive Tätigkeit.

Jugendfeuerwehr

Jugendwart Maximilian Böttrich stellte die Arbeit der Jugendfeuerwehr dar. 493 Übungsstunden wurden erbracht, vier weibliche und 21 männliche Mitglieder zählte die Jugendfeuerwehr zu Beginn 2018.

Im Jahresverlauf schieden sieben Mitglieder aus persönlichen Gründen aus, zwei Mitglieder wurden in die Einsatzabteilung übernommen. Ein Neuzugang und fünf Übertritte aus der Minifeuerwehr waren zu verzeichnen.
Auch 2018 gab es wieder eine gemeinsame Jugendfreizeit mit der Jugendfeuerwehr Sontra.
Beim Flohmarkt unterstützte die Jugendfeuerwehr auch in diesem Jahr wieder nach Kräften.
Ebenfalls mit der Jugendfeuerwehr Sontra zusammen fand auch 2018 wieder ein Berufsfeuerwehrtag statt.
Die Nistkastenkolonie am Hattsteinweiher wurde auch in 2018 weiterhin sogfältig gepflegt.
Der scheidende Jugendwart und sein Stellvertreter bedankten sich abschließend ausdrücklich für die Unterstützung durch die vielen Helfer in den letzten Jahren.

Zu neuen Jugendwarten ernannte Wehrführer Stefan Göttl Timo Tisowsky sowie Paul Muth als Stellvertreter.

Minifeuerwehr

Jugendwartin Martina Drexelius berichtete aus dem Jahr 2018 von 27 Kindern, die zum Jahresbeginn bei den „Minis“ aktiv waren. Fünf Kinder konnten an die Jugendfeuerwehr übergeben werden.
Highlights 2018 waren der Besuch der Polizeistation Usingen, die Miniolympiade, der Ausflug ins Maislabyrinth und die Lesenacht.
Ende 2018 bestand die Minifeuerwehr aus 20 Kindern, acht Mädchen und 12 Jungen.

 

Bürgermeister Wernard stellt Sanierung des gesamten Stützpunkts bis Ende 2024 in Aussicht

Bürgermeister Steffen Wernard sprach Begrüßungs- und Dankesworte an die Adresse der Feuerwehr aus. Die Beschlüsse der städtischen Gremien in den letzten Jahren ließen erkennen, dass die Politik auf Seiten der Feuerwehr stehe. Dem Ehrenamt gebühre ein großes Dankeschön, denn es sei keine Selbstverständlichkeit, seine Zeit und auch Gesundheit der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Ein Dank gelte auch der Kinder- und Jugendarbeit, die den Grundstock für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung darstelle. Auch gelte es, die Vereinsarbeit zu würdigen, die viele Veranstaltungen in Usingen erst ermögliche wie besispielsweise den Flohmarkt. Aber auch bei der Kerb und zuletzt dem Buchfinkenzug sei Verlass auf die Unterstützung durch die Feuerwehr.

Ein einschneidendes Erlebnis für den Bürgermeister waren überraschende Krankheit und Tod des Generalplaners zur Sanierung des Sozialtraktes im Stützpunkt der Feuerwehr. Von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen habe man nun die Antwort erhalten, dass eine weitere Verlängerung des Förderprogramms für die Feuerwehr nicht möglich sei. Die für die Sanierung des Feuerwehrstützpunkts reservierten Gelder würden nun für die Sanierung von Kindertagesstätten in der Stadt sinnvoll eingesetzt.

Auf die von Wehrführer Göttl gestellte Frage zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung des Stützpunktes ging der Bürgermeister ein: Sein Ziel sei es, einen Plan zur Sanierung des gesamten Stützpunktes zu erarbeiten mit der Zielsetzung, dass diese Arbeiten am 31.12.2024 abgeschlossen seien.

Aktuell sei das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 im Haushalt eingestellt, dessen Ausschreibung jedoch nur ein unbefriedigendes Ergebnis erbracht habe.

 

Markus Koob (MdB) dankt den Einsatzkräften

Der Bundestagsabgeordnete für den Hochtaunuskreis, Markus Koob, begrüßte als Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Feuerwehrwesens im Hochtaunuskreis die Anwesenden und dankte für die Arbeit der Einsatzabteilung der Feuerwehr, die trotz Krankheitswelle und Wetterkapriolen bereitstehe. Er erwähnte die durch den Bundestag Ende 2018 beschlossenen 100 Mio. Euro, die zusätzlich in den Katastrophenschutz investiert würden und dann hoffentlich auch nach Hessen und schließlich in den Hochtaunuskreis fließen könnten. Abschließend wünschte er alles Gute für die kommenden Einsätze.

 

Vereinsvorsitzender Dirk Schimmelfennig im Amt bestätigt

Vereinsvorsitzender Schimmelfennig ließ das Jahr 2018 Revue passieren: Im Januar wurde bei der Kölschen Nacht der UNZ Wirtschaftsdienst geleistet und die alljährliche Winterwanderung mit 64 Personen durchgeführt.
Am 16. und 17. März wurde mit Edeka Reckelkamm das erste Jubiläum des Einzelhändlers gefeiert. Ein Löschfahrzeug und die Feuer-Übungsanlage wurden an beiden Tagen vorgestellt und Würstchen verkauft.
Am 17. Juni 2018 fand der alljährliche beliebte Flohmarkt statt. Das gute Wetter sorgte für reges Besucherinteresse. Ein besonderer Dank sei den vielen Helfern und für die zahlreichen Kuchenspenden auszusprechen.
Am 25. August fand ein Ausflug zur Wache 1 der Feuerwehr Frankfurt statt. Nach der Besichtigung der Wache und des „Feuerwehr- und Rettungs-Trainings-Centers“ gab es einen Abschluss in Sachsenhausen.
Am 1. September wurde der neue Kerbebaum auf dem Neuen Marktplatz aufgestellt, der zuvor von der Gruppe 5 der Feuerwehr montiert worden war. Mit Abordnungen anderer Vereine wurde der Zug des Kerbebaums von der Feuerwehr zum Marktplatz begleitet.
Am 9. September halfen 32 Helfer der Feuerwehr beim Thekendienst bei der Kerb.

Mehrere Anschaffungen gab es 2018: Neben den Pullovern wurden Helmbeleuchtungen für die Einsatzabteilung aus der Vereinskasse finanziert und dem Kerbebaum ein Spendenzuschuss gewährt.
Die Mitgliederzahlen stiegen von 504 zu Beginn des Jahres auf 518 Ende 2018.
Schimmelfennig sprach einen Dank an alle Helfer aus und auch an die Frauen und Familien, ohne deren Unterstützung die Vereinsarbeit nicht möglich wäre.

Anschließend wurde Dirk Schimmelfennig bei einer Enthaltung im Amt bestätigt.

Schließlich ergriff noch der Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach das Wort.

Ehrenstadtbrandinspektor mahnt Abbau der Bürokratie an

Heinz Dienstbach bedankte sich für die Einladung zur Jahreshauptversammlung. Er zeigte sich beeindruckt von den vielfachen Ehrungen und der vielfältigen Unterstützung der Feuerwehr durch ihre Mitglieder.

Wichtig seien für ihn Freude und Wohlbefinden bei der Arbeit in der Einsatzabteilung sowie im Verein. Diese dürfe angesichts der zunehmenden Bürokratie nicht zu kurz kommen. Er mahnte an die Adresse der anwesenden Politiker an, überzogene Bürokratieanforderungen bei den Feuerwehren abzubauen.

Abschließend wünschte er der Feuerwehr für ihre vielfältige Arbeit auch weiterhin alles Gute.

 

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