Scheunenbrand im Achtzehnmorgenweg

Haus gerettet - Pony in den Flammen umgekommen - 22 Stunden im Einsatz

Ostseite: Riegelstellung (S.Knull)

Westseite: Traktor im Gebäude (S.Knull)

Brandnestersuche

Am Samstagabend wurden wir um 22:55 Uhr in den Achtzehnmorgenweg alarmiert, wo eine Scheune in Flammen stand. Bei unserem Eintreffen stand die Scheune bereits im Vollbrand. Die platzenden Faserzementplatten (Eternit) waren bis in die Innenstadt zu hören. Das Übergreifen der Flammen auf das angebaute Wohnhaus konnte durch eine Riegelstellung mit drei Rohren und dem Wenderohr der Drehleiter verhindert werden. Auch der Dachwerfer des Tanklöschfahrzeugs kam in der Anfangsphase zum Einsatz.

Um ausreichen Wasser in der ersten Phase des Einsatzes zur Verfügung zu haben, wurden Sonderfahrzeuge mit großen Wassermengen aus Hausen-Arnsbach Niederreifenberg und Bad Homburg nachgefordert. Die ebenfalls nachgeforderte Anspacher Drehleiter ging auf der Westseite in Stellung. Um ausreichend Atemschutzgeräte zur Verfügung zu haben wurde der Gerätewagen Atemschutz des Hochtaunuskreises aus Kronberg zur Einsatzstelle entsandt.

Bereits früh wurde bekannt, dass ein Pony vermisst wird. Anwesende Personen versuchten es noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr zu retten, was aber nicht mehr möglich war. Bei den Nachlöscharbeiten wurde das arme Tier unter Trümmern gefunden.

Da die Fasern der geplatzten Faserzementplatten als gesundheitsschädlich gelten, wurden die Bruchstücke auf öffentlichem Raum fachgerecht gesammelt und über die RMD entsorgt. Hier kam auch die Kehrmaschine der Stadt Usingen zum Einsatz. Bereits in der Nacht streute der Bauhof die Einsatzstelle mit Streusalz ab, da das Löschwasser gefror.

Der Einsatz zog sich sehr in die Länge, da in der Scheune Heu und Stroh gelagert wurde und die Scheune zudem einsturzgefährdet war. Daher kam ein Bagger mit Greifarm des THW aus Groß-Gerau zum Einsatz. Das Stroh wurde auf der Wiese verteilt und abgelöscht. Die Balken der Scheune wurden umgelegt.

Wir verließen die Einsatzstelle um 20:05 Uhr du begannen in der Feuerwehr mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten. Um 21:00 Uhr waren auch die letzten Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Jedoch werden sich die Arbeiten sicher noch ein paar Tage hinziehen. So ist die Schlauchwäsche voll mit zu reinigenden Schläuchen, die genutzten Atemschutzgeräte und -Masken müssen gereinigt und geprüft werden und es steht aktuell keine Ersatz- bzw. Poolkleidung mehr zur Verfügung.

 

Privatvideo auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=kpdknJ2QKWo

Bericht der Hessenschau auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=MKzsD_AStms