So parken, dass die Feuerwehr durchkommt

Zugestellte Straßen bescheren Zeitverzögerungen bei Alarmfahrten und können Menschenleben in Gefahr bringen: Eben noch hat der freiwillige Feuerwehrmann an seinem Arbeitsplatz den Schichtplan mit seinem Chef besprochen, da fordert ihn sein kleiner Funkempfänger auf, sofort die Feuerwehrunterkunft anzusteuern: Eine Brandmeldeanlage in einem Privathaus hat Alarm ausgelöst. Bereits nach knapp drei Minuten rückt er mit weiteren Brandschützern zum Einsatzort aus.

Hier hat die Feuerwehr die kritische Situation einmal nachgestellt: Zwei dicht beieinander parkende Autos auf beiden Straßenseiten machen die Weiterfahrt des Löschfahrzeuges unmöglich.

Schnelligkeit ist gefragt im Feuerwehrdienst. Schließlich entscheiden oft Sekunden über Leben und Tod.  Doch obwohl das Ziel der Alarmfahrt diesmal nur zwei Kilometer von der Unterkunft entfernt ist , dauert es mehrere Minuten, bis die Feuerwehrleute die Einsatzstelle erreicht haben. Wieder einmal sorgt das schlechte Parkverhalten einiger Autofahrer in den engen Anliegerstraßen für erhebliche Verzögerung bei den Rettern. Eine beschriebene Szene, wie sie sich erst vor wenigen Tagen  in der  Usinger Bartholomäus-Arnoldi Straße zugetragen hat und Gott sei Dank glimpflich ausgegangen ist. „Leider erkennen viele Autofahrer nicht die Notwendigkeit, beim Parken größere Durchfahrtswege frei zu lassen. Und damit schaffen sie für unsere großen Einsatzfahrzeuge unbewusst ein Hindernis“, erklärt Markus Drexelius vom Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit der Usinger Feuerwehr. Die engen Straßen in den Neubaugebieten werden besonders abends und am Wochenende dicht zugeparkt. Während ein Rettungswagen vielleicht noch eine Chance hat, zwischen zwei gegenüber stehenden Autos  durchzukommen, bedeutet das dichte Parken an diesen Straßen für die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen unfreiwilligen Stopp. Kaum auszudenken, welche Konsequenzen eine solche Situation für Menschen in lebensbedrohlichen Lagen haben könnte.  Daher appellieren die Brandschützer  an die Anwohner und Besucher in den engen Straßen des Stadtgebietes, ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass ein Durchkommen mit den großen Löschfahrzeugen und der Drehleiter jederzeit gewährleistet ist.   Von Zeit zu Zeit führt die Feuerwehr in besonders kritischen Bereichen Bewegungsfahrten durch und macht dabei die Anwohner auf das schlechte Parkverhalten aufmerksam. „ Meist zeigen sich die Bürger einsichtig im Gespräch, aber trotzdem hat sich die Situation nicht erheblich verbessert“, weiß Drexelius zu berichten. Dabei könnten sie selbst einmal von einem Rettungseinsatz betroffen sein und wären dann sicher froh, wenn die Feuerwehr möglichst schnell vor Ort wäre.