46 neue Atemschutzgeräteträger

Noch gefährlicher als die große Hitze sind bei einem Feuer die entstehenden Atemgifte, die innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen können. Damit Feuerwehrleute sich im Einsatz davor schützen können, tragen sie Atemschutzgeräte.

In den gelben Flaschen befindet sich komprimierte Atemluft, mit denen die Feuerwehrmänner und -frauen je nach Intensität der körperlichen Belastung bis zu 20 Minuten arbeiten können.

Die Arbeit unter schwerem Atemschutz ist anstrengend und stellt auch psychologisch enorme Herausforderungen an die Einsatzkräfte: eingeschränkte Sicht, eine durch die Atemschutzmaske gefühlte Behinderung beim Atmen und die Stresssituation im Einsatz erfordern einen kühlen Kopf und sind nicht jedermanns Sache.

Eine solide Ausbildung der Atemschutzgeräteträger ist deshalb überlebenswichtig. Nach der Ausbildung muss jeder Atemschutzgeräteträger einmal pro Jahr durch die Atemschutzstrecke gehen, sowie eine regelmäßige ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung nach G.26 nachweisen.

Am Oktober schlossen 19 junge Feuerwehrmänner und 2 Feuerwehrfrauen aus verschiedenen Freiwilligen Feuerwehren des Hochtaunuskreises erfolgreich ihren Atemschutzgeräteträgerlehrgang ab, sowie im November 22 Feuerwehrmänner und 3 Frauen. Sie alle dürfen ab sofort im Einsatz mit einem Atemschutzgerät in Not geratenen Menschen helfen.

Die Ausbildung am Usinger Feuerwehrstützpunkt dauerte jeweils 10 Tage. Abends und am Wochenende, neben Beruf und Familie, drückten die Auszubildenden die Schulbank und probten in der Atemschutzstrecke den Ernstfall unter realistischen Bedingungen.

7 ehrenamtlich tätige Kreisausbilder kümmerten sich um die Vermittlung des umfangreichen Stoffes, den ein Atemschutzgeräteträger im Einsatz beherrschen muss.

Seit 19 Jahren findet dreimal jährlich ein solcher Atemschutztrögerlehrgang in Usingen statt, für die Sicherheit der Bevölkerung.

Den neuen Atemschutzgeräteträgern gratulieren wir ganz herzlich und bedanken uns für ihr ehrenamtliches Engagement, sowie den Ausbildern für ihren zeitintensiven Einsatz in der Aus- und Weiterbildung der freiwilligen Feuerwehrleute.