Rauchmelder retten Leben

Schon seit dem 1. Januar 2015 sind sie Pflicht auch in Altbauten: Rauchmelder. Die Bilder von Wohnungs- und Hausbränden sehen oftmals spektakulär aus. Meterhohe Flammen schlagen aus den Fenstern oder dem Dachstuhl und die Feuerwehr kämpft dagegen an.

 

Doch jedes Feuer fängt klein an. Das Gefährliche an einem Brand sind in der Regel nicht Flammen und Hitze, sondern die bei der Verbrennung entstehenden giftigen Gase und der Rauch. In kurzer Zeit sammelt sich der gefährliche Qualm im oberen Bereich der Zimmer und überraschen die Menschen im Schlaf.

Die Bilder von Wohnungs- und Hausbränden sehen oftmals spektakulär aus. Meterhohe Flammen schlagen aus den Fenstern oder dem Dachstuhl und die Feuerwehr kämpft dagegen an.

Doch jedes Feuer fängt klein an. Das Gefährliche an einem Brand sind in der Regel nicht Flammen und Hitze, sondern die bei der Verbrennung entstehenden giftigen Gase und der Rauch. In kurzer Zeit sammelt sich der gefährliche Qualm im oberen Bereich der Zimmer und überrascht die Menschen im Schlaf.

Denn bis man den Brand bemerkt, ist es oft schon zu spät. Schon wenige Atemzüge des Rauches reichen, damit ein Mensch bewusstlos wird und erstickt. Das gefährliche Atemgift Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos und gelangt beim Einatmen in den Blutkreislauf. Das Blut kann so nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren und wirkt in höheren Konzentrationen toxisch.

Rauchmelder erkennen frühzeitig ein Feuer und schlagen Alarm. Es gibt verschiedene Meldertypen, im Haushalt werden meist optische Rauchmelder eingesetzt: eine kleine Lichtschranke im Innern des Melders erkennt die Trübung der Luft durch reflektierende Rauchpartikel und gibt Alarm, wenn eine gewisse Schwelle überschritten wird.

Manche Rauchmelder sind mit einer selbstlernenden Elektronik ausgestattet, die Fehlalarme verhindern kann, indem sie laufende Verunreinigungen durch Staubpartikel von realem Rauch unterscheiden kann.

Welche Rauchmelder?

Günstige Rauchmelder sind schon für wenige Euro erhältlich. Teurere Modelle sind oftmals mit Funkmodulen ausgestattet, so dass beim Alarm eines Melders auch die anderen Melder einen Signalton von sich geben.

In jedem Raum und in den Fluren, sowie auf dem Dachboden sollte ein Rauchmelder installiert werden. Gerade auch in der Küche, wo durch den Herd ein erhöhtes Gefahrenpotential vorhanden ist, sollte ein Rauchmelder installiert werden. Bei der Wahl des Montageortes in der Küche sollte man aber darauf achten, dass aufsteigende Dämpfe beim Kochen keine Fehlalarme auslösen. Also besser nicht direkt über der Kochstelle.

Rauchmelder mit langlebigen Lithiumbatterien versprechen eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren. Dabei sollten die Rauchmelder regelmäßig auf ihre Funktion geprüft und bei Rauchmeldern mit normalen Batterien die Batterien erneuert werden. Ein entsprechender Testknopf am Melder dient dabei der Funktionskontrolle. Im Handel gibt es außerdem Rauchstäbchen und Rauchaerosole speziell für die Überprüfung von Rauchmeldern.

Da sich der Rauch bei einem Brand an der Decke sammelt sollte der Rauchmelder an der Decke mit ausreichendem Abstand zu Wänden und Möbeln montiert werden. In größeren Räumen ist es sinnvoll, mehrere Rauchmelder anzubringen. In Dachgiebeln dürfen Rauchmelder nicht ganz oben in der Dachspitze, sondern in ca. 50cm vertikalem Abstand montiert werden. Beachten Sie die den Meldern beiliegende Gebrauchsanweisung.

Was tun bei einem Feueralarm?

Hat ein Rauchmelder Alarm geschlagen, sollten Sie zuerst alle Bewohner der Wohnung warnen und in Sicherheit bringen. Helfen Sie Kindern und hilfebedürften Menschen. Schließen Sie alle Fenster und Türen.

Dann können Sie nach der Ursache des Alarms suchen. Handelt es sich um einen Fehlalarm, schalten Sie den betreffenden Rauchmelder aus und beseitigen Sie die Ursache für den Fehlalarm.

Handelt es sich nicht um einen Fehlalarm, rufen Sie sofort die Feuerwehr über den bundesweit gültigen Notruf 112. Führen Sie ggf. Löschversuche, z.B. mit einem Feuerlöscher, einem Feuerlöschspray oder einer Löschdecke durch. Brennendes Fett in einem Topf kann man z.B. mit einem Topfdeckel ersticken. Niemals Wasser in brennendes Fett gießen!

Wichtig: gehen Sie kein Risiko ein! Verlassen Sie im Zweifelsfall lieber das Haus und warnen Sie ggf. weitere Mitbewohner. Weisen Sie die Feuerwehr ein. Ihre Feuerwehr ist nach dem Notruf in kurzer Zeit bei Ihnen, um professionell zu helfen.

Regelmäßiges Brandschutztraining

Trainieren Sie regelmäßig mit der ganzen Familie, vor allem Kindern, was im Ernstfall zu tun ist. Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie sich bei einem Feuer oder Feueralarm niemals im Zimmer verstecken dürfen, sondern die Eltern und andere Mitbewohner verständigen und sich nach Draußen in Sicherheit bringen sollen.

Üben Sie mit Ihren Kindern, wie ein Notruf abgesetzt wird und was sie im Ernstfall tun müssen. Besuchen Sie mit Ihren Kindern die Feuerwehr, z.B. beim nächsten Tag der offenen Tür. Nehmen Sie den Kindern die Angst vor Feuerwehrleuten mit Atemschutzgeräten.

 

Im Zweifel sofort die Feuerwehr rufen, lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig:

Feuerwehr Notruf: 112