Gartenhütte niedergebrannt

Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres | Neufahrzeug hat sich bewährt

Am frühen Dienstagabend wurde die Feuerwehr Usingen zu einer brennenden Gartenhütte auf dem Camping- und Freizeitgelände Katharinenhof gerufen. Vor Ort stand an der Einfahrt auch ein Einweiser bereit, der den Einsatzkräften den Weg zwischen den Parzellen hindurch zeigte, damit sie schnell zur Einsatzstelle vorfahren konnten. Das war hervorragend und auch möglich, da das gerade beschaffte, sehr kompakte TSF-W der Wehr mit den sehr engen Verhältnissen gut zurechtkam. Gleiches gilt für das Tanklöschfahrzeug, das nur wenig später folgte. Auch die Wehren aus Wilhelmsdorf, Merzhausen und Eschbach eilten zum Einsatz, wie es in der Alarmordnung für dieses Objekt tagsüber vorgesehen ist.

Für den Löschangriff machte sich ein Angriffstrupp mit drei Kameraden bereit, während der Einheitsführer die Lage erkundete und die Flüssiggaszufuhr zum Gebäude abdrehte. Um die Wasserversorgung kümmerte sich der Maschinist und die 1.000 Liter aus dem Wassertank waren noch lange nicht leer, als Nachschub vom TLF kam. Gut mitgedacht hatte der Angriffstrupp, der am modernen Hohlstrahlrohr die Durchflussmenge auf 60 Liter pro Minute reduzierte, was auch vollig ausreichend war, um das Übergreifen der Flammen zu verhindern. Nachdem ausreichend Wasser zur Verfügung stand, wurde zeitweise noch ein zweites C-Rohr eingesetzt und die Flammen entgültig abgelöscht. Mit der Wärmebildkamera konnten letzte Glutnester ausfindig gemacht werden.

Die Besatzung des Rettungsdienstes kümmerte sich zwischenzeitlich um die äußerlich unverletzte Besitzerin der Hütte, die dem Feuer hilflos gegenüberstand. Ihrer Meinung nach war der Brand beim Laden eines Modellbau-Akkus entstanden. Wie groß die Hitzestrahlung und die Gefahr des Übergreifens auf die als Wochenendhaus genutzte Hütte war, lässt sich an den verschmolzenen Plastikgegenständen am und vor dem größeren Gebäude feststellen.

Als die meisten Feuerwehrfahrzeuge abgerückt waren kam noch ein Mitarbeiter der Syna, dem Stromversorger der Region, an die Einsatzstelle und begutachtete die über der Gartenhütte verlaufende Hochspannungsleitung.